Schwimmen zählt schon
seit vielen Jahren zu meinen Hobbys und ist die einzige
Sportart, die ich je über einen längeren Zeitraum
regelmäßig betrieben habe. Daran wird sich auch in
absehbarer Zeit nichts ändern: Schwimmen ist gesund
und erfrischend. Lediglich ein Schwimmbad ist nicht
überall und jederzeit zur Hand und man wird nicht
leugnen können, dass man nicht immer in der Stimmung
ist, bis zu zwei Stunden alleine seine eintönigen
Bahnen zu ziehen. Für die Motivation gelangweilter
Schwimmer führt Speedo, der australische Hersteller
für Schwimmartikel aller Art, seit einiger Zeit einen
wasserdichten MP3-Player, den "Speedo Aquabeat".
Nachdem ich schon seit über einem Jahr immer mal wieder nach diesen Geräten geschielt hatte, kaufte ich mir in einer Spontanaktion vor wenigen Wochen den Aquabeat mit 1GB Speicher [1]. Bei identischer Ausstattung hatte ich die Wahl zwischen grün, pink und schwarz. Wer mit einem MP3-Player schwimmt, wird den ein oder anderen neugierigen Blick nicht verhindern können. Diesem Umstand wollte ich nicht auch noch mit knalligen Signalfarben zuträglich sein und entschied mich für das dezente Schwarz.
Das kleine Gerät macht einen äußerst robusten Eindruck. Dabei ist es sehr leicht, kann aber mit einer gummierten, widerstandsfähigen Oberfläche überzeugen. Das Problem eines störenden Ohrhörerkabels hat man intelligent gelöst: Wie das Kabel an klassischen Telefonhörern ist das Kabel verdrillt und dadurch zugleich platzsparend und bei Bedarf ausreichend dehnbar. Die Erfahrung des Youtube-Nutzers [2], dem die Gummiaufsätze der Ohrhörer im Gehörkanal stecken blieben, teile ich nicht. Bei Bedarf lassen sich die Gummiaufsätze tatsächlich ohne Mühe entfernen (und gegen die mitgelieferten in drei unterschiedlichen Größen austauschen). Die Gefahr, dass sich diese im Ohr lösen, halte ich dennoch für gering.
Die wenigen Tasten
erlauben nicht die Organisation größerer
Musiksammlungen. In der Regel hat man im Wasser sowieso
Besseres zu tun und beschränkt sich hauptsächlich auf
die Lautstärkeregelung, was dank der haptischen
Tastenoberfläche auch wunderbar blind funktioniert,
wenn der Aquabeat an der Schwimmbrille am Hinterkopf
befestigt ist. Die Musiktitel werden über das
mitgelieferte USB-Kabel vom Computer übertragen, auf
dem sich der Aquabeat (auch unter Linux, getestet mit
Fedora 15 und 16) als herkömmlicher Massenspeicher zu
erkennen gibt. Die Titel werden anschließend in der
Reihenfolge abgespielt, in der man sie rübergeladen
hat. Diese Reihenfolge lässt sich nachträglich mit
der mitgelieferten Software verändern. Alternativ kann
man die Software verwenden, die ich in meinem Artikel
zu diesem Thema empfohlen habe [3].
Wie man den Aquabeat an einer Schwimmbrille befestigt und die Ohrhörer anzieht, beschreibt eine YouTube-Nutzerin recht ausführlich [4]. Dem ist allerdings hinzuzufügen, dass die Ohrbügel nicht jedermanns Sache sind. Ich habe sie kurzer Hand entfernt. Wie das dann aussieht, kann man auf meinem zugehörigen Fotoalbum auf Picasaweb beäugen [5].
Hat man sich erstmal bewusst je nach Größe der Ohren für oder gegen die Ohrbügel entschieden, ist der Tragekomfort erstaunlich gut. Eigene Erfahrungen konnte ich zwar nur mit Badekappe machen, weil in dem Schwimmbad, in dem ich trainiere, Badekappenpflicht besteht. Ich habe aber ohnehin das Gefühl, dass die Badekappe den Sitz der Ohrhörer sogar verbessert und effektiv dazu beiträgt, dass kein Wasser in den Gehörgang gerät. Nach spätestens 45 Minuten wird es in der Regel trotzdem vorkommen, dass ein Ohrhörer verrutscht und neu eingesetzt werden muss - ein kaum störender Umstand. Lästiger ist die Tatsache, dass die Ohrhörer, die recht tief im Gehörgang stecken, ziemlich zu drücken beginnen, nachdem man 40-50 Minuten mit ihnen geschwommen ist.
Obwohl Speedo seine Aquabeat-Reihe in Zusammenarbeit mit iRiver, dem Spezialisten für portable Musikspieler, entworfen hat, sollte man von der Tonqualität keine Wunder erwarten. Zum einen stellt das Verschließen gegen eindringendes Wasser begreiflicherweise eine Einschränkung für die Technik der Kopfhörer dar. Zum anderen ist ja ständig das je nach Schwimmart mehr oder weniger dezente Rauschen des Wassers zu hören. Von satten Bässen kann man unter diesen Umständen nur Träumen. Wem Musik so keinen Spaß macht, kann immer noch dem ein oder anderen Hörbuch/Hörspiel lauschen: Eine Folge der "Drei Fragezeichen" beispielsweise passt wunderbar in eine ausgewogene Trainingseinheit.
Für ein paar Euro mehr
bekommt man das Nachfolgemodell mit Namen "Speedo LZR
Racer Aquabeat", das mit einem leicht überholten
Design, neuen Kopfhörern und 2GB Speicher auftrumpft.
[6] Der
Aufpreis ist zwar nur gering, aber es steht in Frage,
ob man wirklich 2GB Speicher braucht, wenn man seine
Titel sowieso ohne Display verwalten muss, von
besonders hoher Aufnahmequalität wenig profitiert und
in der Regel nicht länger als zwei Stunden am Stück
hört. Das Design ist Geschmacksache. Bleiben die
Ohrhörer: Hier scheint das Kabel in die Ohrbügel
integriert worden zu sein. Diese Kabelführung könnte
Kabelbrüche zwar effektiv verhindern. Ob die Ohrbügel
aber unter diesen Umständen noch abnehmbar sind, ist
fraglich.
Ein Hinweis darauf, dass das überarbeitete Kopfhörer-Design des 2GB-Modells sich nicht bewähren konnte, ist, dass es inzwischen den "Aquabeat 2.0" gibt, der wieder mit den alten Kopfhörern ausgestattet wurde. Er versucht mit einem rundum erneuerten Design, 4GB Speicher und einem Display zu überzeugen und bewegt sich preislich noch moderate 20-30 Prozent über seinen Vorgängern.
Doch es gibt auch Alternativen zu Speedo. Deutlich günstigere wasserdichte Musikspieler kommen aus dem weitgehend unbekannten Hause Lavod [7]. Modelle mit Nackenbügel findet man auch, wenn man die Suche auf den internationalen Markt ausweitet. Für Schwimmer, die bereits einen herkömmlichen Musikspieler besitzen, werden auf waterproofmusic.com [8] passende wasserdichte Hüllen und Ohrhörer vertrieben. Und zuletzt gibt es das bemerkenswerte Konzept des etwas teureren "Finis SwiMP3" [9], bei dem der Ton nicht über herkömmliche Ohrhörer ans Trommelfell gelangt. Stattdessen werden die Schallwellen direkt über die Knochen geleitet (so genannter Knochenschall).
Mancheiner mag einen Musikspieler beim Schwimmen als Spielerei bezeichnen und das wird man nur schwerlich bestreiten können. Doch Potenzial, die Motivation für regelmäßiges Schwimmtraining zu erhöhen, hat so ein Spielzeug allemal. Eine gewisse Skepsis gegen dieses Gerät ist allerdings gesund: Ein Schwimmtraining ohne Trainer und Begleitung hat schließlich immer auch etwas Meditatives, das ein Stück weit zwar von der richtigen Musik unterstützt werden kann, in der Regel aber nicht unerheblichen Schaden nimmt. Das einsame Bahnenziehen bietet eine in der heutigen Zeit seltene Gelegenheit, mental zur Ruhe zu kommen, zu sich selbst zu finden. Auch wenn der wasserdichte MP3-Player also eine tolle Unterhaltung bietet, sollte man ihn vielleicht dennoch von Zeit zu Zeit auch mal am Beckenrand liegen lassen.
Das geliehene Stage Piano (Yamaha P-140), das mir im vergangenen Jahr meines Studiums einen akzeptablen Ersatz für ein richtiges Klavier bot, musste ich Ende des Sommersemesters leider wieder abgeben. Wenn man über 14 Jahre Klavier gespielt hat, kann es natürlich nicht lange dauern, bis sich die juckenden Finger nach einem neuen Spieluntersatz sehnen. Und tatsächlich findet sich seit fast zwei Wochen wieder eine Klaviatur in meinem Zimmer.
Ein Digitalpiano in
elegantem Rosenholz-Look mit einer Masse von fast 70
Kilogramm ziert jetzt eine Wand meiner sonst eher
bescheidenen 13 Quadratmeter. Über der Klaviatur, die
mit einem stilechten Deckel vor Staub geschützt werden
kann, prangt in goldenen Lettern der Schriftzug
"Yamaha" und erinnert damit an das Design der
mechanischen Modelle des japanischen Herstellers von
Musikinstrumenten aller Art. Es handelt sich um ein
Yamaha Clavinova CLP-440 [1], also ein Homepiano -
eines jener Digitalpianos, die neben ihren
musikalischen Fähigkeiten einen ästhetischen Zweck
als schickes Mobiliar wunderbar erfüllen können.
Dem Tag aber, als
plötzlich ein riesenhafter Karton - beinahe so groß
wie ich nämlich und dabei mit 98 kg sogar deutlich
schwerer - vor meiner Haustüre stand, gingen viele
Wochen, gar Monate, der Entscheidungsfindung voraus.
Eigentlich war zu Anfang nur klar, dass es ein
Digitalpiano werden sollte. Ein richtiges Klavier kam
schon aufgrund der Lautstärke für ein
Studentenwohnheim nicht in Frage. Mehr verwirrt als
beraten von dem naturgemäß inhomogenen Meinungsbild
im Internet auf Seiten wie Musiker-Board [2] und
Clavio [3] machte ich mich auf den
Weg in das große Ladengeschäft von Session-Music in
Frankfurt [4].
Meine erste Erkenntnis bei der riesigen Auswahl an Digitalpianos aller Preisklassen sollte leider sein, dass ich selbst die teuersten noch für ziemlich schlechte Imitate eines richtigen Klaviers hielt. Der Digitalpianokauf wurde also zur Suche nach dem kleinsten Übel. Dass dabei ein Stage Piano von 30-40 kg mit einem Ständer beliebiger Bauart ein eher wackeliges Spielgefühl verursachte, unter dem ich auch im vergangenen Jahr zu leiden hatte, brachte mich zu dem Entschluss, Stage Pianos trotz ihres praktischen Formats ganz auszuschließen.
Indem ich die unterschiedlichen Modelle von Casio, Kawai, Roland, Yamaha, Nord und Korg immer wieder verglich, verfestigte sich in mir die Überzeugung, dass ich mich nur mit der Yamaha-Mechanik anfreunden wollte - vielleicht deswegen, weil ich mich im vergangenen Jahr schon zu sehr an die Mechanik eines Yamaha-Modells gewöhnt hatte. Einige weitere Wochen gründlicher Meditation und wehmütiger Blicke auf die eigenen Finanzen vergingen, bis ich mich dann endlich kurz nach Beginn des Wintersemesters zum Kauf eines CLP-440 im Kölner Music-Store durchringen konnte.
Glücklicherweise bin ich bis heute mit jedem Tag ein Stückchen überzeugter von dieser Entscheidung. Ich habe das Gefühl, gerade ein solches Modell gewählt zu haben, dass größere Investitionen nur noch in schöneres Design und Funktionen, die ich niemals brauchen werde, geflossen wären, wohingegen jegliche Ersparnisse sofort auf Kosten von Funktionen, auf die ich wert lege, gehen würden - etwa Saitenresonanz, Key-Off-Samples, echte Dämpferpedal-Samples und elfenbeinartige Beschichtung im Vergleich zum CLP-430.
Die zahlreichen Funktionen und die beeindruckende Soundengine wurden in einem Video von Session-Music auf YouTube recht umfassend vorgestellt [5], sodass ich keine Notwendigkeit sehe, diese Details an dieser Stelle zu wiederholen. Das tatsächliche Spielgefühl, das durch Tastenmechanik und -beschichtung bedingt ist, wird man aber erst kennen lernen können, wenn man selbst Gelegenheit hatte, das Modell anzuspielen. Übrigens hat meine Erfahrung gezeigt, dass man klanglich sehr viel bessere Ergebnisse mit teuren Kopfhörern als mit den integrierten Lautsprechern erzielen kann. Dabei sind Kopfhörer einer gehobeneren Preisklasse schon aufgrund des Tragekomforts günstigeren Modellen vorzuziehen. Ich habe mich aus diesen Gründen zum Kauf von Beyerdynamic DT-770 Pro (80 Ohm) [6] entschieden und kann diese Kopfhörer wärmstens weiterempfehlen.
Zwei wichtige Empfehlung an alle Klavierbegeisterten, die selbst den Kauf eines Digitalpianos planen: Zum einen sollte man sich nicht zu lange mit den Empfehlungen und Erfahrungsberichten in Internetforen und Testzeitschriften aufhalten. Eine Entscheidung, die wirklich glücklich macht, kann nur vor Ort in einem großen Musikgeschäft fallen, sobald man alle möglichen Modelle (mit guten Kopfhörern!) gründlich angespielt hat. Der zweite Tipp betrifft das Finanzielle: Weil die Preisschwankungen bei Digitalpianos recht moderat ausfallen, sind die Chancen auf ein Schnäppchen am höchsten, wenn man dem Musikgeschäft seines Vertrauens zusätzlich zum gewünschten Modell einiges Zubehör auflistet und um einen guten Preis für das Gesamtpaket bittet. Dabei kann man schon mal bis zu 150 Euro sparen, wenn man gute Kopfhörer, einen ordentlichen Ständer (bei Stagepianos) und eine passende Klavierbank auswählt.
Das Dilemma, dass der
Computer zwar als Medium für die Speicherung und den
Austausch von Informationen höchst beliebt ist, sich
für den Endanwender aber doch leider in der Regel im
geschriebenen (Email, Chat) oder bestenfalls im
gesprochenen (Skype, VoIP) Wort erschöpft, war schon
einmal Thema auf tovotu [1]. Twiddla bot beste
Voraussetzungen, mal eben eine Zeichnung oder Skizze
für den Gesprächspartner anzufertigen und kreative
sowie konstruktive Zusammenarbeit daran zu vollführen.
Es war aber schon damals klar, dass die Mausbedienung
einem zeichen- und malfreudigen Computerbenutzer bald
auf die Nerven gehen würde.
Für eine kurze Skizze, Zeichnung oder ein paar mathematische Symbole, die über Tastatur und Maus nur schwerlich eingegeben werden können, ist ein Stift zweifellos bei den meisten Menschen das bevorzugte Eingabegerät. Damit der Computer dann als Speicher- und Kommunikationsmedium für die mit dem Stift verfassten Ideen dienen kann, bedarf es einer geeigneten Schnittstelle. Und die bieten so genannte Grafiktabletts. Einiger Bekanntheit und Beliebtheit in allen Anwenderschichten erfreut sich in diesem Milieu der japanische Hersteller Wacom.
Mit dem Ziel, mich selbst von der Nützlichkeit und Funktionstüchtigkeit eines solchen Geräts zu überzeugen, bestellte ich kurzer Hand eines im Internet. Um meine finanziellen Mittel nicht zu überstrapazieren, investierte ich in ein Wacom Bamboo Fun Small [2].
Der wertige Eindruck von Tablett und Stift, den die Produktfotos vermitteln, geht etwas verloren, wenn man das Gerät einmal in Händen hält: In dieser doch recht niedrigen Preisklasse wird Plastik verwendet, das mindestens den Stift etwas klapprig wirken lässt. Meiner Meinung nach steht dem Material die silbergraue Aufmachung auch nicht besonders gut, die man sich besser für Geräte aus Metall hätte aufheben sollen.
Die wirklich ansprechende Verpackung gleicht diesen Eindruck aber etwas aus. Und sobald man das Wacom Bamboo Fun in Betrieb nimmt, vergisst man ganz schnell die oberflächlichen Schwächen: Unter Fedora 15 kann man direkt nach dem Anschließen kreativ werden. Das System versteht sich sofort bestens mit dem neuen Eingabegerät und neben dem weit verbreiteten GIMP zeichnen sich Programme wie MyPaint [3], Krita [4] und Xournal [5] bei der Integration der Stifteingabe aus.
So ein Grafiktablett
ist deutlich mehr als eine Maus, die zum Stift mutiert
ist. Und mit einem dieser fummeligen Touchpads, mit
denen Notebooks ausgeliefert werden, hat die
Stifteingabe auch wenig zu tun. Die etwa
postkartengroße (DIN A6), druckempfindliche
Schreibunterlage entspricht der Anzeigefläche auf dem
Bildschirm. Befindet sich der Stift in der oberen
linken Ecke des Tabletts, wird der Cursor entsprechend
im oberen linken Bereich des Bildschirms zu finden
sein.
Am deutlichsten wird der Unterschied zu herkömmlichen Eingabegeräten bei Verwendung der zahlreichen Pinsel, Stifte und digitalen Malwerkzeuge in MyPaint. Mit Wasser-, Acryl-, Ölfarben, Blei-, Filzstiften, Radierern und Schwämmen bei 1024 Druckempfindlichkeitsstufen kann man schon schnell mal vergessen, dass man "nur" ein digitales Eingabemedium aus Plastik in der Hand hält. Lediglich das Kratzen des Plastiks auf dem Tablett, wenn man etwas mehr Druck ausübt, stört den Eindruck.
Unter Linux etwas
schwer zu handhaben und meinem Empfinden nach auch ein
unnötiges Feature ist die Verwendung des
Bamboo-Tabletts als Touchpad. Es reagiert auch auf
Fingereingaben und ist immerhin so schlau, den
Handballen, der beim Halten des Stifts auf der
Eingabefläche abgelegt wird, zu ignorieren. In dem
Moment, da man den Stift zu weit vom Tablett entfernt,
ist die Gefahr ungewollter Finger- und Handeingaben
allerdings hoch. Daher hatte ich die Touch-Funktion bei
Verwendung des Bamboo Fun meistens ganz
deaktiviert.
Weil ich schnell sah, dass ich auf die Toucheingabe gut verzichten konnte, schickte ich das Bamboo Fun zurück und ersetzte es durch das deutlich billigere "Wacom Bamboo Pen only" [6]. Dieses Tablett hat die gleichen Ausmaße und Materialien wie das "Fun", besticht aber durch ein edles Schwarz und verzichtet neben der Fingereingabe auf Sondertasten sowie auf den Radierer am Stiftende. Dass das "Pen only" nur 512 Druckempfindlickeitsstufen hat, spürt man. Aber in der Praxis führen die 1024 Stufen am "Fun" hauptsächlich dazu, dass man etwa beim gründlichen Radieren mehr Druck ausüben muss, was das unangenehme Gefühl hervorruft, man könne Tablett oder Stift beschädigen.
Als ständiger Mausersatz dient so ein Tablett zwar
letztendlich nicht. Wer aber zwischen den
Kreativitätsschüben nicht immer den Stift aus der
Hand legen will, wird von individualisierter
Gestensteuerung profitieren, wie sie etwa "easystroke"
ermöglicht: [7]. Bei einer solchen
Verwendung wird auch klar, welche Vorteile die
Sondertasten am Modell "Bamboo Fun" gegenüber dem
einfachen "Pen only" bieten.
Wie man unter Windows mit einem Wacom Bamboo umgeht und
was die umfangreiche mitgelieferte Software von Wacom
unter Windows für nützliche Dienste leistet, konnte
ich leider nicht testen. Dafür existieren auch bereits
zahlreiche Erfahrungsberichte im Internet.
21.06.2011 21:54 - Tags: Produkte Meinungen Computer Multimedia Kunst Mathematik
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Schön bunt kommt er ja
daher, der USB-Hub "Made in P.R.C." ("People's Republic
of China", zu Deutsch: Volksrepublik China), den man
schon für unter fünf Euro im Internet erstehen kann
[1].
Außerdem trägt neben der Farbkombination auch das
extrem billig verarbeitete und etwas klapprige
Kunststoff-Material zum Eindruck bei, man halte eines
jener Billigspielzeuge in der Hand, an die man lieber
kein Kleinkind heranlässt: Die Gefahr wäre einfach zu
groß, dass ein Kleinteil verschluckt wird, das dabei
womöglich noch irgendeinen Schadstoff enthält, bei
dessen Namen sich bereits die Augenbrauen besorgter
Eltern vielsagend zusammenziehen.
Das bunte Stück Plastik soll meinem Computer drei neue USB-Ports bescheren. Dabei verspricht es volle Kompatibilität mit den USB-Standards 2.0 und 1.1 bei Übertragungsraten von bis zu 480 Mbps (Megabit pro Sekunde) und Stromstärken von bis zu 500 mA. Die etwas billig anmutende Blisterverpackung lässt keine Rückschlüsse auf einen Hersteller zu, verrät aber auf den ersten Blick die Unterstützung von Windows 98, ME, 2000, XP und sogar Vista. Daneben versteht sich das Gerät auch mit Mac OS X und "Windows Linux" (sic!).
Um den Spielzeugcharakter noch etwas zu verstärken, sind die fünf bunten Glieder des Hubs frei gegeneinander verdrehbar. Bei einem Desktoprechner wird das ca. fünfzig Zentimeter lange Kabel sicherlich schnell zu kurz sein, für den Betrieb an einem Laptop reicht es allerdings aus. Kaum angeschlossen an mein ThinkPad T400s listet Fedora 15 (Befehl "lsusb") das Gerät wie folgt:
1a40:0101 TERMINUS TECHNOLOGY INC. USB-2.0 4-Port HUB
Der nächste greifbare USB-Stick wird angeschlossen und
tadellos erkannt. Erste Dateiübertragungen verraten,
dass Geschwindigkeiten von 480 Mbps kaum zu holen sind.
Die USB-1.1-Spezifikation von 12 Mbps überschreitet
das Gerät aber allemal. Als nächstes wird die
USB-Maus vom Desktoprechner abgezogen und angeschlossen
(eine Logitech MX518). Auch die verrichtet ihre Arbeit
einwandfrei.
Die erste und bisher einzige Enttäuschung stellt der
Anschluss einer externen 2,5-Zoll-Festplatte dar, die
ihren Strom gewöhnlich über den USB-Port bezieht. Die
Status-LED leuchtet zwar fröhlich grün, die üblichen
Betriebsgeräusche der Festplatte bleiben aber aus und
natürlich erkennt auch der Computer die Festplatte
nicht. Auch mit einem anderen Modell blieb der Erfolg
aus - alle weiteren Geräte von den USB-Ports zu
entfernen, brachte keine Besserung.
Von einem USB-Hub für unter fünf Euro, der ohne externes Netzteil betrieben wird, hätte sicherlich niemand mehr erwartet, als in diesem Artikel beschrieben wurde. Dass der Strom für externe Festplatten nicht ausreicht, war vorprogrammiert. Beinahe verwunderlich ist, dass überhaupt alle USB-Ports einwandfrei funktionieren und die Unterstützung von USB 2.0 kein leeres Versprechen blieb. So kann ich den USB-Hub aus der Volksrepublik China (überraschenderweise!) guten Gewissens weiterempfehlen, sofern man sich seiner Schwächen bewusst ist.
Kein Unternehmen hat sich
so erfolgreich einen Namen mit Computermäusen gemacht
wie der Schweizer Computerzubehör-Hersteller Logitech.
In kurzen Abständen brachte Logitech schon seit 2002
immer wieder neue Modelle mit bahnbrechenden
Technologien hervor. Beispielhaft seien hier nur
angeführt: 2001 die erste kabellose optische Maus,
2004 die erste Laser-Maus, 2008 die erste auch in der
Luft steuerbare Maus.
Seit je entwarf Logitech ansprechende Designs, die Mäuse kamen stets mit verblüffender Haptik und wertiger Verarbeitung daher. Bei all der Innovation kamen aber auch zeit- und konkurrenzlose Klassiker aus der Schmiede von Logitech: Die Maus MX518 hat seit ihrem Erscheinen im Jahre 2004 nicht an Glanz und Beliebtheit eingebüßt [1].
Als ich es also kürzlich für nötig befand, eine Maus für die tägliche Arbeit mit meinem Notebook [2] anzuschaffen, da die Bedienung mit Touchpad und (inzwischen schon vorwiegend) TrackPoint zunehmend Verkrampfungen hervorrief, warf ich meinen Blick gleich auf das aktuelle Sortiment von Logitech.
Mein Budget war nicht sonderlich groß und für ein Notebook musste es natürlich ein kabelloses Modell sein. Tatsächlich konnte mich Logitechs brandneues Modell M325 [3] in seiner günstigen Preisklasse zwischen 20 und 30 Euro am besten überzeugen.
Bestellt, ausgepackt, angeschlossen - und ohne auch nur einen Finger für Treiber und andere Software bemühen zu müssen, konnte ich das Mäuschen in meine alltägliche Arbeit mit dem ThinkPad einbinden. Obwohl Logitech für die kabellose Übertragung einen eigenen Standard pflegt, stellt die Inbetriebnahme also unter einem Linuxbetriebssystem (Fedora 15) kein Problem dar.
Wie meine Fotos [4]
hoffentlich vermitteln, wirkt die Maus unglaublich
hochwertig. Die Verarbeitung überzeugt einfach auf der
ganzen Linie und auch das Design macht einen ausnehmend
guten Eindruck. Selbst der kleine Nano-Empfänger für
die kabellose Übertragung macht etwas her - lediglich
die ungewöhnlichen USB-Ports meines Laptops führen
dazu, dass das gute Stück etwas weiter herausragt als
vorgesehen.
Das ultra-fein gerasterte Scrollrad (72 statt wie sonst um die 20 Rasterpunkte), mit dem die Maus auch beworben wird, fühlt sich angenehm an. Dem ein oder anderen wird es aber zu leichtgängig sein, da die Rasterpunkte wirklich ausgesprochen fein sind. Ich würde aber nicht so weit gehen zu sagen, dass mir diese ungewöhnliche Rasterung einen besonderen Bedienkomfort beschert hätte. Das Scrollen durch Dokumente fühlte sich zwar anders an, war aber tatsächlich nicht von anderer Qualität. Das Drücken der mittleren Maustaste war außerdem leider häufig mit einem unbeabsichtigten Drehen des Scrollrads verbunden. Dagegen funktionierte das Kippen des Scrollrads zu den Seiten (bewirkt "Vor" und "Zurück" im Browser) ausgezeichnet.
Von der besonders energiesparenden Betriebsweise der Maus konnte ich natürlich in der kurzen Testphase nicht viel mitbekommen: Laut Hersteller hält die AA-Batterie alleine 18 Monate durch (die Hälfte der dreijährigen Herstellergarantie!). Das erreicht die Maus unter anderem, indem sie sich nach einigen Minuten der Nichtverwendung abschaltet und erst bei Bewegung wieder aktiviert. Logitech hat dieses Konzept hervorragend umgesetzt: Bei Reaktivierung leuchtet eine grüne LED und der Mauszeiger setzt sich schon nach weniger als einer Zehntelsekunde wieder in Bewegung, sodass man wirklich überhaupt nicht in seiner Arbeit mit dem Computer gestört wird.
Leider folgt auf die
Lorbeeren nun ein Wermutstropfen, der in meinem Fall
ein entscheidendes Kriterium darstellt: Die Maus ist
viel zu klein für meine Hände und ich denke nicht,
dass die außerordentlich groß sind.
Das Design der M325 verspricht einige Ergonomie, die
allerdings daran scheitert, dass das Volumen der Maus
in meiner Hand fast ganz verschwindet, sodass ich
beinahe auf allen Seiten die Unterlage (den Tisch)
berühre. Inbesondere vorne ragt fast das ganze
vorderste Glied meines Mittelfingers über die Maus
hinaus.
Der Besuch eines lokalen Computerladens und einige Recherche im Internet zeigten aber, dass sich der Markt kabelloser Mäuser an solchen Mini-Exemplaren erschöpft. Meine alte kabelgebundene MX518 ist (mit 130 x 72 x 45 mm) dreieinhalb Zentimeter länger, eineinhalb Zentimeter breiter und einen halben Zentimeter höher als die M325 (95 x 57 x 39 mm). An diese größeren und für mich angenehmen Maße kommt unter den kabellosen Modellen nur die teure Logitech Performance Maus MX [5] heran. Immerhin schafft die Logitech M705 einen guten Mittelwert. Mit ähnlichen Abmessungen wie die hier vorgestellte M325 kommen beispielsweise die Lenovo Bluetooth Laser Mouse, die Notebookmäuse von Microsoft und Trust, die Logitech M555b, V470 sowie alle Logitech-Modelle der Reihen M5xx, M3xx und M2xx daher.
Mein ernüchterndes Fazit aus der Rezension einer sonst
so gelungenen Maus ist, dass die Überschwemmung des
Markts durch die kleinen Notebookmäuse, die Platz,
Gewicht und Energie sparen sollen, kein Segen für die
Ergonomie darstellt. Will man nicht gerade 40 bis 70
Euro für eine Performance Maus MX oder eine M705
ausgeben, bekommt man Geräte, die für halbwegs große
Hände beinahe genauso unangenehm zu handhaben sind wie
Touchpads und TrackPoints.
Zu betonen bleibt, dass manche Maus auf dem Markt
makellose Technik und grandiose Verarbeitung vereinen
mag (wie etwa die M325), aber durch die unveränderlich
kleine Gesamtgröße für mich ausscheidet. Hier
beneide ich fast Menschen mit kleineren Händen.
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