Zum Betrieb eines Notebooks oder eines Desktop-PCs sind
nicht nur Windows und Mac geeignet. Mindestens die
Linux-Distributionen Ubuntu, Fedora und OpenSuse haben
sich längst selbst bei Computerlegasthenikern
bewährt.
Seit einiger Zeit sprießen förmlich
Open-Source-Betriebssysteme aus dem Boden, die auf
ansprechenderes Design und verbesserte Benutzbarkeit
abzielen. Einige davon sind für die Benutzung auf
Netbooks abgestimmt, andere versuchen, das letzte aus
der neuesten Hardware herauszuholen oder umgekehrt alte
Kisten wieder zu nützlichen Helfern in neuem Glanze zu
machen. Anlässlich der Anschaffung eines gebrauchten
acht Jahre alten "IBM Thinkpad X31" habe ich einige
dieser modernen Betriebssysteme ausprobiert und will
hiermit gerne meine Leser an den Erfahrungen teilhaben
lassen.
Von einigen großen
Distributionen existieren spezielle Derivate, Spins und
Flavours, die sich oft nur in der vorinstallierten
Software sowie der grafischen Oberfläche von ihren
großen Vorbildern unterscheiden. Mit Fedoras
Design-Suite [1] erhält man auch
tatsächlich nur ein gewöhnliches Fedora mit jeder
Menge vorinstallierter Software zum Kreativsein.
Dagegen zeigt Ubuntu Studio [2], das unter der
Schirmherrschaft Canonicals steht, mehr Unterschiede zu
Ubuntu auf. Hier wendet man sich sogar v
Beide Betriebssysteme sind zwar noch im
Entwicklungsstadium. Es wird sich aber bestimmt lohnen,
ein Auge auf die bald erscheinenden Finalversionen zu
werfen.on der Standardoberfläche ab [3] und versucht eine ganz
eigene Marke neu zu etablieren. Dabei erscheint Ubuntu
Studio regelmäßig parallel zum normalen Ubuntu und
machte bei meinen Tests eine wirklich überzeugende
Figur [4].
Ein interessantes Derivat ist
auch Fuduntu [5], dessen Name von dem
Versuch herrührt, in äußerlichen Gesichtspunkten
eine Mischung aus Fedora und Ubuntu darzustellen - es
sieht damit mal wieder stark wie ein MacOS-Klon aus.
Technisch ist Fuduntu ein leicht verändertes Fedora 14
und soll mit jeder geraden Fedoraversion neu
erscheinen. Im Vordergrund steht bei Fuduntu die
Verwendung mit Netbooks und Laptops, insbesondere geht
es um Ressourcen und Akku schonende Maßnahmen und ein
ansprechendes Design. Letzteres war für meinen
Geschmack allerdings etwas zu trüb - die vielen Grau-
und Silbertöne wurden durch die wenigen blassen Farben
nicht hinreichend kontrastiert.
Von den zwei großen Red-Hat-Derivaten CentOS und Scientific Linux [6] testete ich nur letzteres in der inzwischen überholten Version 5.6. Obwohl es optisch einen schlanken Eindruck machte und mit einem bunten Retrodesign überzeugen konnte, war ich zuletzt unzufrieden: Der Bootvorgang dauert viel zu lange und aus nicht einsichtlichen Gründen ruckelte es bei gewöhnlichen Surf-Aktivitäten mehr als jedes andere Betriebssystem in der Testreihe.
Die vielleicht vielversprechendsten Betriebssysteme in der Testreihe waren Joli OS und elementary OS. Während Joli OS [7], eine proprietäre Linux-Distribution mit Cloud-Funktionen und einem Schwerpunkt auf Social Networking, offensichtlich einen ähnlichen Ansatz wie Googles Chrome OS verfolgt, zeigen sich die Stärken von elementary OS [8] in der wunderschönen Desktopumgebung (offenbar ein MacOS-Klon) und der minimalistisch gehaltenen Software, die sich nahtlos in die Optik des Systems einfügt. Beide Betriebssysteme sind zwar noch im Entwicklungsstadium. Es wird sich aber bestimmt lohnen, ein Auge auf die bald erscheinenden Finalversionen zu werfen.
Das zunächst ansprechende Ubuntu-Derivat Easypeasy [9] schied schnell aus, da es insgesamt einen eingefrorenen Eindruck macht: Das Design ist weniger aufregend, als man auf den ersten Blick denkt. Und Software (basierend auf Ubuntu 10.04) sowie Community werden nicht mehr nennenswert weiterentwickelt. Ein ähnliches Schicksal musste das schlanke xPUD [10] erleiden: Die neueste Version erschien Anfang 2010, im offiziellen Forum tut sich nicht mehr viel und das alles, obwohl die Software zahlreiche größere Bugs und Inkompatibilitäten aufweist.
Zuletzt bleiben einige vielversprechende
Betriebssysteme ungetestet. CentOS 6 [11], Scientific Linux 6.1
[12] und
Meego [13] konnten sich nicht mit
dem alten Thinkpad anfreunden: Ihre Linux-Kernel sind
nur auf moderneren Prozessoren mit der so genannten
"Physical Address Extension" (PAE) lauffähig. Dieses
Problem war nicht ohne unvernünftigen Mehraufwand zu
beheben.
DragonFly BSD [14], NetBSD [15] und
OpenBSD [16] ließen sich nicht
ohne Weiteres von einem USB-Stick und ohne
Internetzugang installieren. OpenIndiana [17] und
Haiku [18] haben zwar
ansprechende grafische Oberfläche, befinden sich aber
noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase, sodass
ich sie wegen mangelnder Hardwareunterstützung erstmal
ausgelassen habe.
Das Dilemma, dass der
Computer zwar als Medium für die Speicherung und den
Austausch von Informationen höchst beliebt ist, sich
für den Endanwender aber doch leider in der Regel im
geschriebenen (Email, Chat) oder bestenfalls im
gesprochenen (Skype, VoIP) Wort erschöpft, war schon
einmal Thema auf tovotu [1]. Twiddla bot beste
Voraussetzungen, mal eben eine Zeichnung oder Skizze
für den Gesprächspartner anzufertigen und kreative
sowie konstruktive Zusammenarbeit daran zu vollführen.
Es war aber schon damals klar, dass die Mausbedienung
einem zeichen- und malfreudigen Computerbenutzer bald
auf die Nerven gehen würde.
Für eine kurze Skizze, Zeichnung oder ein paar mathematische Symbole, die über Tastatur und Maus nur schwerlich eingegeben werden können, ist ein Stift zweifellos bei den meisten Menschen das bevorzugte Eingabegerät. Damit der Computer dann als Speicher- und Kommunikationsmedium für die mit dem Stift verfassten Ideen dienen kann, bedarf es einer geeigneten Schnittstelle. Und die bieten so genannte Grafiktabletts. Einiger Bekanntheit und Beliebtheit in allen Anwenderschichten erfreut sich in diesem Milieu der japanische Hersteller Wacom.
Mit dem Ziel, mich selbst von der Nützlichkeit und Funktionstüchtigkeit eines solchen Geräts zu überzeugen, bestellte ich kurzer Hand eines im Internet. Um meine finanziellen Mittel nicht zu überstrapazieren, investierte ich in ein Wacom Bamboo Fun Small [2].
Der wertige Eindruck von Tablett und Stift, den die Produktfotos vermitteln, geht etwas verloren, wenn man das Gerät einmal in Händen hält: In dieser doch recht niedrigen Preisklasse wird Plastik verwendet, das mindestens den Stift etwas klapprig wirken lässt. Meiner Meinung nach steht dem Material die silbergraue Aufmachung auch nicht besonders gut, die man sich besser für Geräte aus Metall hätte aufheben sollen.
Die wirklich ansprechende Verpackung gleicht diesen Eindruck aber etwas aus. Und sobald man das Wacom Bamboo Fun in Betrieb nimmt, vergisst man ganz schnell die oberflächlichen Schwächen: Unter Fedora 15 kann man direkt nach dem Anschließen kreativ werden. Das System versteht sich sofort bestens mit dem neuen Eingabegerät und neben dem weit verbreiteten GIMP zeichnen sich Programme wie MyPaint [3], Krita [4] und Xournal [5] bei der Integration der Stifteingabe aus.
So ein Grafiktablett
ist deutlich mehr als eine Maus, die zum Stift mutiert
ist. Und mit einem dieser fummeligen Touchpads, mit
denen Notebooks ausgeliefert werden, hat die
Stifteingabe auch wenig zu tun. Die etwa
postkartengroße (DIN A6), druckempfindliche
Schreibunterlage entspricht der Anzeigefläche auf dem
Bildschirm. Befindet sich der Stift in der oberen
linken Ecke des Tabletts, wird der Cursor entsprechend
im oberen linken Bereich des Bildschirms zu finden
sein.
Am deutlichsten wird der Unterschied zu herkömmlichen Eingabegeräten bei Verwendung der zahlreichen Pinsel, Stifte und digitalen Malwerkzeuge in MyPaint. Mit Wasser-, Acryl-, Ölfarben, Blei-, Filzstiften, Radierern und Schwämmen bei 1024 Druckempfindlichkeitsstufen kann man schon schnell mal vergessen, dass man "nur" ein digitales Eingabemedium aus Plastik in der Hand hält. Lediglich das Kratzen des Plastiks auf dem Tablett, wenn man etwas mehr Druck ausübt, stört den Eindruck.
Unter Linux etwas
schwer zu handhaben und meinem Empfinden nach auch ein
unnötiges Feature ist die Verwendung des
Bamboo-Tabletts als Touchpad. Es reagiert auch auf
Fingereingaben und ist immerhin so schlau, den
Handballen, der beim Halten des Stifts auf der
Eingabefläche abgelegt wird, zu ignorieren. In dem
Moment, da man den Stift zu weit vom Tablett entfernt,
ist die Gefahr ungewollter Finger- und Handeingaben
allerdings hoch. Daher hatte ich die Touch-Funktion bei
Verwendung des Bamboo Fun meistens ganz
deaktiviert.
Weil ich schnell sah, dass ich auf die Toucheingabe gut verzichten konnte, schickte ich das Bamboo Fun zurück und ersetzte es durch das deutlich billigere "Wacom Bamboo Pen only" [6]. Dieses Tablett hat die gleichen Ausmaße und Materialien wie das "Fun", besticht aber durch ein edles Schwarz und verzichtet neben der Fingereingabe auf Sondertasten sowie auf den Radierer am Stiftende. Dass das "Pen only" nur 512 Druckempfindlickeitsstufen hat, spürt man. Aber in der Praxis führen die 1024 Stufen am "Fun" hauptsächlich dazu, dass man etwa beim gründlichen Radieren mehr Druck ausüben muss, was das unangenehme Gefühl hervorruft, man könne Tablett oder Stift beschädigen.
Als ständiger Mausersatz dient so ein Tablett zwar
letztendlich nicht. Wer aber zwischen den
Kreativitätsschüben nicht immer den Stift aus der
Hand legen will, wird von individualisierter
Gestensteuerung profitieren, wie sie etwa "easystroke"
ermöglicht: [7]. Bei einer solchen
Verwendung wird auch klar, welche Vorteile die
Sondertasten am Modell "Bamboo Fun" gegenüber dem
einfachen "Pen only" bieten.
Wie man unter Windows mit einem Wacom Bamboo umgeht und
was die umfangreiche mitgelieferte Software von Wacom
unter Windows für nützliche Dienste leistet, konnte
ich leider nicht testen. Dafür existieren auch bereits
zahlreiche Erfahrungsberichte im Internet.
21.06.2011 21:54 - Tags: Produkte Meinungen Computer Multimedia Kunst Mathematik
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Schön bunt kommt er ja
daher, der USB-Hub "Made in P.R.C." ("People's Republic
of China", zu Deutsch: Volksrepublik China), den man
schon für unter fünf Euro im Internet erstehen kann
[1].
Außerdem trägt neben der Farbkombination auch das
extrem billig verarbeitete und etwas klapprige
Kunststoff-Material zum Eindruck bei, man halte eines
jener Billigspielzeuge in der Hand, an die man lieber
kein Kleinkind heranlässt: Die Gefahr wäre einfach zu
groß, dass ein Kleinteil verschluckt wird, das dabei
womöglich noch irgendeinen Schadstoff enthält, bei
dessen Namen sich bereits die Augenbrauen besorgter
Eltern vielsagend zusammenziehen.
Das bunte Stück Plastik soll meinem Computer drei neue USB-Ports bescheren. Dabei verspricht es volle Kompatibilität mit den USB-Standards 2.0 und 1.1 bei Übertragungsraten von bis zu 480 Mbps (Megabit pro Sekunde) und Stromstärken von bis zu 500 mA. Die etwas billig anmutende Blisterverpackung lässt keine Rückschlüsse auf einen Hersteller zu, verrät aber auf den ersten Blick die Unterstützung von Windows 98, ME, 2000, XP und sogar Vista. Daneben versteht sich das Gerät auch mit Mac OS X und "Windows Linux" (sic!).
Um den Spielzeugcharakter noch etwas zu verstärken, sind die fünf bunten Glieder des Hubs frei gegeneinander verdrehbar. Bei einem Desktoprechner wird das ca. fünfzig Zentimeter lange Kabel sicherlich schnell zu kurz sein, für den Betrieb an einem Laptop reicht es allerdings aus. Kaum angeschlossen an mein ThinkPad T400s listet Fedora 15 (Befehl "lsusb") das Gerät wie folgt:
1a40:0101 TERMINUS TECHNOLOGY INC. USB-2.0 4-Port HUB
Der nächste greifbare USB-Stick wird angeschlossen und
tadellos erkannt. Erste Dateiübertragungen verraten,
dass Geschwindigkeiten von 480 Mbps kaum zu holen sind.
Die USB-1.1-Spezifikation von 12 Mbps überschreitet
das Gerät aber allemal. Als nächstes wird die
USB-Maus vom Desktoprechner abgezogen und angeschlossen
(eine Logitech MX518). Auch die verrichtet ihre Arbeit
einwandfrei.
Die erste und bisher einzige Enttäuschung stellt der
Anschluss einer externen 2,5-Zoll-Festplatte dar, die
ihren Strom gewöhnlich über den USB-Port bezieht. Die
Status-LED leuchtet zwar fröhlich grün, die üblichen
Betriebsgeräusche der Festplatte bleiben aber aus und
natürlich erkennt auch der Computer die Festplatte
nicht. Auch mit einem anderen Modell blieb der Erfolg
aus - alle weiteren Geräte von den USB-Ports zu
entfernen, brachte keine Besserung.
Von einem USB-Hub für unter fünf Euro, der ohne externes Netzteil betrieben wird, hätte sicherlich niemand mehr erwartet, als in diesem Artikel beschrieben wurde. Dass der Strom für externe Festplatten nicht ausreicht, war vorprogrammiert. Beinahe verwunderlich ist, dass überhaupt alle USB-Ports einwandfrei funktionieren und die Unterstützung von USB 2.0 kein leeres Versprechen blieb. So kann ich den USB-Hub aus der Volksrepublik China (überraschenderweise!) guten Gewissens weiterempfehlen, sofern man sich seiner Schwächen bewusst ist.
Kein Unternehmen hat sich
so erfolgreich einen Namen mit Computermäusen gemacht
wie der Schweizer Computerzubehör-Hersteller Logitech.
In kurzen Abständen brachte Logitech schon seit 2002
immer wieder neue Modelle mit bahnbrechenden
Technologien hervor. Beispielhaft seien hier nur
angeführt: 2001 die erste kabellose optische Maus,
2004 die erste Laser-Maus, 2008 die erste auch in der
Luft steuerbare Maus.
Seit je entwarf Logitech ansprechende Designs, die Mäuse kamen stets mit verblüffender Haptik und wertiger Verarbeitung daher. Bei all der Innovation kamen aber auch zeit- und konkurrenzlose Klassiker aus der Schmiede von Logitech: Die Maus MX518 hat seit ihrem Erscheinen im Jahre 2004 nicht an Glanz und Beliebtheit eingebüßt [1].
Als ich es also kürzlich für nötig befand, eine Maus für die tägliche Arbeit mit meinem Notebook [2] anzuschaffen, da die Bedienung mit Touchpad und (inzwischen schon vorwiegend) TrackPoint zunehmend Verkrampfungen hervorrief, warf ich meinen Blick gleich auf das aktuelle Sortiment von Logitech.
Mein Budget war nicht sonderlich groß und für ein Notebook musste es natürlich ein kabelloses Modell sein. Tatsächlich konnte mich Logitechs brandneues Modell M325 [3] in seiner günstigen Preisklasse zwischen 20 und 30 Euro am besten überzeugen.
Bestellt, ausgepackt, angeschlossen - und ohne auch nur einen Finger für Treiber und andere Software bemühen zu müssen, konnte ich das Mäuschen in meine alltägliche Arbeit mit dem ThinkPad einbinden. Obwohl Logitech für die kabellose Übertragung einen eigenen Standard pflegt, stellt die Inbetriebnahme also unter einem Linuxbetriebssystem (Fedora 15) kein Problem dar.
Wie meine Fotos [4]
hoffentlich vermitteln, wirkt die Maus unglaublich
hochwertig. Die Verarbeitung überzeugt einfach auf der
ganzen Linie und auch das Design macht einen ausnehmend
guten Eindruck. Selbst der kleine Nano-Empfänger für
die kabellose Übertragung macht etwas her - lediglich
die ungewöhnlichen USB-Ports meines Laptops führen
dazu, dass das gute Stück etwas weiter herausragt als
vorgesehen.
Das ultra-fein gerasterte Scrollrad (72 statt wie sonst um die 20 Rasterpunkte), mit dem die Maus auch beworben wird, fühlt sich angenehm an. Dem ein oder anderen wird es aber zu leichtgängig sein, da die Rasterpunkte wirklich ausgesprochen fein sind. Ich würde aber nicht so weit gehen zu sagen, dass mir diese ungewöhnliche Rasterung einen besonderen Bedienkomfort beschert hätte. Das Scrollen durch Dokumente fühlte sich zwar anders an, war aber tatsächlich nicht von anderer Qualität. Das Drücken der mittleren Maustaste war außerdem leider häufig mit einem unbeabsichtigten Drehen des Scrollrads verbunden. Dagegen funktionierte das Kippen des Scrollrads zu den Seiten (bewirkt "Vor" und "Zurück" im Browser) ausgezeichnet.
Von der besonders energiesparenden Betriebsweise der Maus konnte ich natürlich in der kurzen Testphase nicht viel mitbekommen: Laut Hersteller hält die AA-Batterie alleine 18 Monate durch (die Hälfte der dreijährigen Herstellergarantie!). Das erreicht die Maus unter anderem, indem sie sich nach einigen Minuten der Nichtverwendung abschaltet und erst bei Bewegung wieder aktiviert. Logitech hat dieses Konzept hervorragend umgesetzt: Bei Reaktivierung leuchtet eine grüne LED und der Mauszeiger setzt sich schon nach weniger als einer Zehntelsekunde wieder in Bewegung, sodass man wirklich überhaupt nicht in seiner Arbeit mit dem Computer gestört wird.
Leider folgt auf die
Lorbeeren nun ein Wermutstropfen, der in meinem Fall
ein entscheidendes Kriterium darstellt: Die Maus ist
viel zu klein für meine Hände und ich denke nicht,
dass die außerordentlich groß sind.
Das Design der M325 verspricht einige Ergonomie, die
allerdings daran scheitert, dass das Volumen der Maus
in meiner Hand fast ganz verschwindet, sodass ich
beinahe auf allen Seiten die Unterlage (den Tisch)
berühre. Inbesondere vorne ragt fast das ganze
vorderste Glied meines Mittelfingers über die Maus
hinaus.
Der Besuch eines lokalen Computerladens und einige Recherche im Internet zeigten aber, dass sich der Markt kabelloser Mäuser an solchen Mini-Exemplaren erschöpft. Meine alte kabelgebundene MX518 ist (mit 130 x 72 x 45 mm) dreieinhalb Zentimeter länger, eineinhalb Zentimeter breiter und einen halben Zentimeter höher als die M325 (95 x 57 x 39 mm). An diese größeren und für mich angenehmen Maße kommt unter den kabellosen Modellen nur die teure Logitech Performance Maus MX [5] heran. Immerhin schafft die Logitech M705 einen guten Mittelwert. Mit ähnlichen Abmessungen wie die hier vorgestellte M325 kommen beispielsweise die Lenovo Bluetooth Laser Mouse, die Notebookmäuse von Microsoft und Trust, die Logitech M555b, V470 sowie alle Logitech-Modelle der Reihen M5xx, M3xx und M2xx daher.
Mein ernüchterndes Fazit aus der Rezension einer sonst
so gelungenen Maus ist, dass die Überschwemmung des
Markts durch die kleinen Notebookmäuse, die Platz,
Gewicht und Energie sparen sollen, kein Segen für die
Ergonomie darstellt. Will man nicht gerade 40 bis 70
Euro für eine Performance Maus MX oder eine M705
ausgeben, bekommt man Geräte, die für halbwegs große
Hände beinahe genauso unangenehm zu handhaben sind wie
Touchpads und TrackPoints.
Zu betonen bleibt, dass manche Maus auf dem Markt
makellose Technik und grandiose Verarbeitung vereinen
mag (wie etwa die M325), aber durch die unveränderlich
kleine Gesamtgröße für mich ausscheidet. Hier
beneide ich fast Menschen mit kleineren Händen.
Es gibt in Firefox schon seit längerer Zeit eine bemerkenswerte Möglichkeit, über Schlüsselbegriffe auf Lesezeichen zuzugreifen und so sogar das Suchfeld rechts oben komplett überflüssig zu machen. Diese Funktion erhält viel zu wenig Aufmerksamkeit: Google Chrome und Opera stehen nämlich fälschlicherweise im Ruf, Eingaben über die Adressleiste viel effizienter zu interpretieren. Im Folgenden beschreibe ich also, wovon ich spreche und wie man es benutzt.

Mit einem Rechtsklick auf ein
beliebiges Lesezeichen geht es los. Im sich öffnenden
Kontextmenü wählt man "Eigenschaften" (Bild rechts)
und es öffnet sich sogleich eine kleine Dialogbox zum
Bearbeiten des Lesezeichens. Wie im Bild links zu
sehen, ist für unsere Zwecke das Feld "Schlüsselwort"
entscheidend. Dieses kann bei Bedarf sogar nur aus
einem einzigen Buchstaben bestehen (z.B. g für Google
oder w für Wikipedia) und wird - eingegeben in die
Adresszeile - stets mit diesem Lesezeichen
verknüpft.
Wir wählen "to" für tovotu und können ab jetzt
direkt mit diesem Schlüsselwort über die Adresszeile
die tovotu-Startseite aufrufen: 

Wenn wir das Lesezeichen
nochmal bearbeiten und im Feld "Adresse" eine bestimmte
URL auswählen, in der wir an der richtigen Stelle "%s"
einfügen (siehe Bild links), so können wir mit
unserem Schlüsselwort und einem darauf folgenden
Suchbegriff in Zukunft direkt auf der Seite suchen.
Weitere nützliche Lesezeichen, die auch die Schnellsuchfunktion unterstützen, habe ich im folgenden aufgelistet. Das Kürzel "%s" ist bereits jeweils an der richtigen Stelle eingesetzt:
Tovotu-Suche:
http://tovotu.de/index.php?s=%s
Google-Suche: http://www.google.com/search?q=%s
Wikipedia-Suche: http://de.wikipedia.org/wiki/%s
Amazon-Suche:
http://www.amazon.de/s/?url=search-alias%3Daps&field-keywords=%s
Geizhals-Suche:
http://geizhals.at/deutschland/?fs=%s
Leo-Suche:
http://dict.leo.org/ende?lang=de&lp=ende&search=%s
Legt man also ein Lesezeichen "Google-Suche" mit dem Schlüsselwort "g" an (wo man das ablegt, ist übrigens ganz egal) und verwendet dabei obige Adresse, so kann man in Zukunft ganz einfach eine Google-Suche starten, indem man im Adressfeld "g Mein Suchbegriff" eingibt. Das rentiert sich richtig, wenn man noch weitere Schlüsselwörter (etwa Wörterbuchsuche bei Leo, Produktsuche bei Geizhals oder Artikelsuche bei Wikipedia) anlegt. Wählt man jeweils nur einen Buchstaben als Schlüsselwort, ist es auch keine große Anstrengung, das Schlüsselwort im Gedächtnis zu behalten. Schneller geht's wirklich nicht mehr - da kann auch das Suchfeld oben rechts nicht mithalten und auf die richtige Interpretation der Eingabe durch z.B. Google Chrome muss man sich ebensowenig verlassen.
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